Schutz des Rentenvermögens vor Elternunterhalt

Wir hören es immer wieder: Wenn die Rente des (überlebenden) Elternteils bei einer Heimunterbringung im Pflegefall zusammen mit den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegekasse nicht ausreicht, machen sich viele „Kinder“ große Sorgen um ihre eigene meist überschaubare Altersrente. Dieser Stress verstärkt sich rasch dadurch, dass viele Sozialämter die Kinder von pflegebedürftigen Personen so behandeln, als lebten sie mit ihnen in einer Harzt IV-Bedarfsgemeinschaft. Die spezifische Logik, die beim Elternunterhalt gilt, wird schlicht ignoriert. Hier gilt die Lebensstandardgarantie.

Deshalb ist auch die aktuelle Rechtssprechung beim Streit um Elternunterhalt vielfach auf Seiten der Kinder. Soeben hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Kinder ihr Eigenheim nicht verkaufen müssen (Kölner Stadtanzeiger vom 8.08.2013). Die selbst genutzte Immobilie bleibt grundsätzlich unberücksichtigt, wenn diese ihr gesamtes Vermögen und das Einkommen, auch das des Ehepartners, offenlegen müssen.

Doch nicht alle möchten gleich vor Gericht ziehen. Manchmal hilft es schon, sich von einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt (z.B. Linden & Mosel) einmalig beraten zu lassen.

Wir wissen: Es ist äußerst hilfreich und beruhigend für die „Kinder“, wenn sie einen genauen Überblick über die eigene geschützte Altersversorgung haben. Bevor Elternunterhalt verlangt werden kann, wird dafür nämlich nicht nur ein Schonvermögen berücksichtigt. Besteht eine Lücke, darf diese weiter oder sogar neu mit einem regelmäßigen Sparplan für die Rente aufgefüllt werden.

Zur Abwehr von Elternunterhalt kann ein fundierter Finanzplan für die Altersversorgung deshalb ausgesprochen hilfreich sein. Er stellt eine gute Grundlage dar, um im ersten Schritt für sich selbst die Leistungsfähigkeit beurteilen zu können. Was habe ich bereits? Was brauche ich noch? Was wird als Wunschrente offiziell anerkannt? Ein Finanzplan für die Rente vereinfacht aber auch die rechtliche Beratung und – wenn erforderlich – die gerichtliche Auseinandersetzung.

Sie möchten wissen, wie hoch ihr spezielles Altersvorsorgeschonvermögen ist? Und was Sie noch monatlich zurücklegen dürfen, bevor Sie für die Eltern zahlen müssen? Wenn Sie verheiratet (oder verpartnert) sind, gelten diese Fragen für Sie beide.